Menschen, die das Berufsbild des Altenpflegers verspotten, fehlt oft das Verständnis für den Berufsumfang bzw. für die Verantwortung, die man dabei trägt. Auch stellen jene Menschen damit unter Beweis, dass sie keinen Sinn für die Tätigkeit selbst und für deren Zukunftsfähigkeit besitzen. Denn wenn eines sicher ist, dann, dass in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Altenpfleger gebraucht werden. Der Grund ist die nicht aufzuhaltende demographische Veränderung. Wie die Ausbildung zum Altenpfleger bzw. zur Altenpflegerin aussieht und warum sie attraktiv ist.

Vergütung auf hohem Niveau

Die meisten Ausbildungssuchenden interessiert zu Beginn natürlich das Gehalt. Bei der Ausbildung zum Altenpfleger beträgt das Gehalt im ersten Lehrjahr ca. 1040 €. Ein Lehrjahr darauf steigt das Gehalt auf insgesamt 1100 € pro Monat. Eine Erhöhung um weitere 100 € findet im dritten Ausbildungsjahr statt. Das Gehalt ist damit überdurchschnittlich hoch, woran sich bereits erkennen lässt, dass der Beruf eine große Tragweite hat und dass Altenpfleger bzw. Altenpflegerinnen große Verantwortung tragen – denn in der Regel verhält es sich so, dass die Vergütung mit der Verantwortung steigt.

Was einem bei der Ausbildung zur Altenpflegerin beigebracht wird

Foto: truthseeker08@pixabay.com

Wer sich zum Altenpfleger bzw. zur Altenpflegerin ausbilden lässt, der durchläuft in der dreijährigen Ausbildung sämtliche Tätigkeiten, die man später im Beruf ausführt. Wie der Name schon sagt schließt das zum Beispiel die Betreuung und die Pflege ein. Doch das allein ist noch lange nicht alles. Auch beratende Tätigkeiten, medizinische und therapeutische Behandlungen und die Dokumentation der Arbeit sind wichtige Aspekte, auf die während der Ausbildung wie im späteren Berufsbild Wert gelegt wird. Die Beratung von Angehörigen bzw. der Ausbau der sozialen Fähigkeiten und des für die Ausübung des Berufs nötigen Gespürs ist ebenfalls Teil des Ausbildungsplans.

Betreuung und Pflege

Altenpfleger unterstützen Senioren im Alltag, sodass die körperlichen Einschränkungen minimale Auswirkungen darauf haben. Hilfe beim Anziehen und Ausziehen, bei der Körperpflege, bei der Nahrungsaufnahme und bei der Bewegung sind zentrale Punkte. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass die Pflege so gestaltet wird, dass Senioren würdevoll altern und dass ihr Leben schön und Spaß behaftet ist.

Therapeutische und medizinische Behandlungen

Zu einem gewissen Teil ist die Ausbildung Altenpflege auch eine medizinische Ausbildung. Altenpfleger dürfen anders als Ärzte zwar keine Diagnosen stellen, aber sie können auf Anweisung medizinische und therapeutische Behandlungen durchführen. Das schließt zum Beispiel das Setzen von Spritzen oder das Geben von Medikamenten mit ein. Spätestens hier sollte klarwerden, dass Altenpfleger eine überdurchschnittlich hohe Verantwortung tragen.

Soziale Fähigkeiten beratende Tätigkeit

Während der Ausbildung zum Altenpfleger wird das soziale Gespür entwickelt und geschärft. Altenpfleger brauchen es nicht nur beim Umgang mit Senioren, sondern auch bei der Beratung der Angehörigen, beispielsweise wenn es soziale Probleme gibt. Auch die Beherrschung des im Umfeld der Pflege geltenden Rechts gehört zu den Kernkompetenzen eines Altenpflegers. Man braucht es zum Beispiel, um Angehörige über ihre Entscheidungsgewalt aufzuklären.

Weitere Informationen zur Pflegeausbildung bietet in übersichtlichem und großem Umfang beispielsweise das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem folgenden Link: Link. Übrigens sind auch Umschulungen zum Altenpfleger ein zukunftssicherer Entscheid im Rahmen einer beruflichen Neuorientierung, beispielsweise nach der Pflege von Angehörigen und des damit verbundenen beruflichen Karriereschnitts. Im konkreten Beispiel kann man sich das durch die Pflege gewonnene Know-How sogar anerkennen lassen.

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