Zu den neueren Berufsfeldern, die die Digitalisierung und die verstärkte Ausrichtung von Unternehmen auf den Online-Markt hervorgebracht hat, zählt der Content Manager. Er ist dafür verantwortlich, dass die Inhalte auf einer Website an der richtigen Stelle erscheinen. Seine Expertise ist die Planung, Erstellung und Optimierung von Text-, Bild-, Audio- oder Videoinhalten auf Internetseiten. Er ist also multimedial aktiv und bildet das Bindeglied zwischen Redaktion, Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing und Technikabteilung.

Was macht ein Content Manager?

Foto: pixelcreatures / pixabay.com

Damit die Website richtig formatiert und übersichtlich aufgebaut ist, passt der Content Manager Text- und Bildelemente dahingehend an. Dabei verwendet er entsprechende Software zum Erstellen von Online-Inhalten. Neben der technischen Komponente umfasst der Beruf auch redaktionelle und organisatorische Tätigkeiten. Dazu gehört das Entwickeln und Erarbeiten einer Content-Strategie. Außerdem plant und erstellt er Inhalte und pflegt diese in das Content Management System, wie zum Beispiel WordPress, Drupal oder Typo3, ein. Daneben überwacht, kontrolliert und optimiert er den gesamten Content. Er korrigiert erstellte Texte und recherchiert relevante Informationen. Sein Aufgabenbereich überschneidet sich so mit dem von Redakteuren und Mediengestaltern. Ebenso redigiert der Content Manager Tätigkeiten an externe redaktionelle Mitarbeiter oder Autoren.

Was zeichnet ihn aus?

Um Online-Inhalte zu erstellen und zu koordinieren, sollte er über grundlegende technologische Kenntnisse verfügen. Das schließt auch Programmierkenntnisse wie HTML ein. Sprachliche Fähigkeiten und ein sicherer Umgang mit Text und Schrift sind eine wichtige Voraussetzung. Zudem sollte er Bild- und Videobearbeitung beherrschen. Ebenfalls wichtig ist das Verständnis, wie SEO, also Suchmaschinenoptimierung, funktioniert und dieses Wissen optimal in den Content integriert werden kann. Entsprechende Maßnahmen bewirken, dass der Algorithmus von Suchmaschinen wie Google oder Bing die Website des Unternehmens in den ersten Plätzen der Trefferanzeigen bei einer bestimmten Suchanfrage auflistet. Ein Online-Shop wie www.calmwaters.de nutzt dafür zum Beispiel SEO-optimierte Ratgebertexte. Zudem sorgt der Content Manager dafür, dass die Internetseite zugänglich und möglichst intuitiv benutzbar ist. Da er auch der Ansprechpartner für Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen ist, sollte er außerdem über Teamfähigkeit verfügen. Der Beruf setzt somit interdisziplinäre Fertigkeiten aus den Bereichen Kommunikation, Computertechnik und Online-Management voraus.

Welche Qualifikation braucht ein Content Manager?

Für die berufliche Laufbahn ist ein Hochschulabschluss in folgenden Studiengängen von Vorteil:

  • Medieninformatik
  • Mediendesign
  • Medienmanagement
  • Kommunikationswissenschaft
  • Publizistik
  • Journalismus oder Journalistik

Ebenso können themenverwandte Studienfächer oder eine Ausbildung zum Medienfachwirt die Grundlage für den Tätigkeitsbereich sein. Praktische Kenntnisse im Erstellen und Optimieren von redaktionellen Inhalten sind außerdem hilfreich. Typische Branchen, in denen Content Manager eingesetzt werden, sind Start-Ups, Agenturen, Medienbetriebe oder Online-Marketing-Unternehmen.

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