Kenntnisse aus der Pflegezeit können zur Neuorientierung im Job genutzt werden

Wenn ein Elternteil pflegebedürftig wird, sind es meist die Frauen, die ihren Job reduzieren oder aus diesem sogar ganz aussteigen. Nach einer solchen Pflegezeit ist es dann oft schwer, wieder in den alten Beruf zurückzukehren. So müssen viele Frauen einen beruflichen Neuanfang wagen. Auf das Naheliegende kommen viele dabei nicht: Sie können das Know-how aus der Pflegezeit für den Neustart nutzen. Nach einer häuslichen Betreuung wissen sie, dass sich das Leben der Älteren nicht auf Grundbedürfnisse wie Wohnen, Sauberkeit und Nahrungsaufnahme reduziert. Wer einen Angehörigen gepflegt hat, ist daher gut geeignet für eine professionelle Seniorenbegleitung. Das Berufsbild nennt sich Senioren-Assistenz.

Senioren-Assistenz trägt zu einem würdigen Leben bei

Professionelle Senioren-Assistenten helfen den Älteren, respektvoll und lange in der häuslichen Umgebung zu leben. Dabei kann der Gedanke einer bloßen Verwahrung nicht als Leitbild für eine respektvolle Begleitung dienen. Zu einem würdigen Leben gehören vielmehr Wertschätzung, Anerkennung, geistige Anregungen und soziale Beziehungen. Genau auf diese Aspekte sind die Unterrichtsthemen in der Ausbildung zur Senioren-Assistenz nach dem Plöner Modell zugespitzt.

Das Pflege-Know-how zum Beruf machen

Zu einem würdigen, erfüllten Leben von Senioren gehören geistige Anregungen – auch dafür können Senioren-Assistentinnen sorgen. (Foto: djd/Büchmann/Seminare/Peter Maszlen – Fotolia.com)

So umfasst die Ausbildung etwa die Bereiche Psychologie, Freizeitgestaltung und soziale Kontakte, es werden aber auch Rechtsfragen zur Pflege behandelt. “In unseren Kursen treffen wir häufig auf lebenserfahrene Menschen mit häuslicher Pflegeerfahrung. Sie tragen das Bild der wertschätzenden Begleitung älterer Menschen bereits in sich”, so Ute Büchmann, die seit über zehn Jahren Senioren-Assistenten ausbildet. Die Kurse werden 2018 in Hamburg, Nürnberg, Kiel, Berlin und nun auch in Leverkusen angeboten. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.senioren-assistentin.de.

Das Pflege-Know-how zum Beruf machen

Nach der Existenzgründung als Senioren-Assistentin steht man keineswegs als Einzelkämpferin da, sondern tauscht seine Erfahrungen mit Ansprechpartnern in einem aktiven bundesweiten Netzwerk aus. (Foto: djd/Büchmann/Seminare/Regina Frerichmann)

Unterstützung durch Netzwerk und Bundesvereinigung

Senioren-Assistenten sind selbstständig tätig und werden bereits in der Ausbildung darauf vorbereitet. Diese Existenzgründung im sozialen Bereich fußt aufgrund der demografischen Entwicklung auf einer soliden Basis – zudem fallen nur geringe Investitionskosten an. Und nach der Existenzgründung steht man keineswegs als Einzelkämpfer da, sondern tauscht seine Erfahrungen mit Ansprechpartnern in einem bundesweiten Netzwerk aus. Tatkräftige Unterstützung kommt zudem von der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD).

Quelle: djd

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