Niklas Grobert liebt es, sich kreativ auszuleben. Sein Beruf als Stuckateur bietet ihm dazu jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten. Mit Anfang 20 steuert Niklas Grobert auf seine Meisterprüfung zu. Der junge Baden-Württemberger ist ausgebildeter Stuckateur. In seinem Beruf verputzt er Rohbauten, baut Trennwände auf, montiert Decken und Fassadenverkleidungen, gestaltet Räume. „Stuckateurshandwerk ist echte Präzisionsarbeit“, schwärmt er. Nach seinem Abschluss an der Wirtschaftsschule wollte der 21-Jährige eigentlich Bürokaufmann werden. Doch dann machte er verschiedene Praktika im handwerklichen Bereich – und änderte seine Pläne: „Ich habe gemerkt, dass mir das liegt und großen Spaß macht!“

Foto: BMBF/Sascha Baumann/akz-o

Breites Spektrum an Tätigkeiten

Seitdem hat er viel erreicht. 2015 schloss er eine duale Ausbildung als Stuckateur ab. Im gleichen Jahr wurde er baden-württembergischer Landessieger und Deutscher Meister der Stuckateure. Als Mitglied des Nationalteams der Deutschen Stuckateure war er im Dezember 2016 bei den Europameisterschaften der Berufe in Göteborg mit dabei. Wichtig sei es, so Niklas Grobert, improvisieren zu können, schnell auf gute Ideen zu kommen und in der Lage zu sein, Problemlösungen vor Ort zu erarbeiten. Das gilt auch für seinen Arbeitsalltag: „Der Beruf ist extrem vielseitig. Es gibt eine ganze Bandbreite an Materialien, mit denen man arbeitet. Ein guter Stuckateur sollte wissen, wie man diese sinnvoll einsetzt. Das eröffnet natürlich viele, auch gestalterische, Möglichkeiten.“ Doch Stuckateure kümmern sich nicht nur um Putz und Stuck. Ob Wärmedämmung, Brandschutz oder energetische Gebäudesanierung – das Spektrum an Tätigkeiten ist enorm und gerade das Thema Energieeffizienz brandaktuell.

Sehr gute berufliche Perspektiven

Im Ausbildungszentrum für Stuckateure in Leonberg bereitet sich der junge Mann auf seine Meisterprüfung vor. Im Anschluss eröffnen sich ihm viele berufliche Möglichkeiten. Er hat bereits konkrete Pläne. Er möchte sich auf die Restauration von altem Stuckhandwerk spezialisieren. Erste Erfahrung hat er bereits gesammelt. „Zusammen mit meinen Kollegen habe ich ein Museum, einen Altbau, renoviert. Wir haben den historischen Stuck komplett neu gezogen und versetzt.“ Der Bad Säckinger brennt für seinen Beruf: „Mein Chef soll mich irgendwohin schicken können. Der muss nicht einmal nachschauen, ob es gut ist. Der weiß, dass es gut ist.“

Über spannende duale Ausbildungsberufe informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter www.praktisch-unschlagbar.de.

Quelle: akz

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