Philosophin erhält den Wissenschaftspreis der Stiftung für ihre Dissertation über die Rede vom „Ende der Kunst“

Dr. Katharina Bahlmann Foto: privat

Dr. Katharina Bahlmann
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Dr. Katharina Bahlmann von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat den Hanns-Lilje-Stiftungspreis erhalten. Damit würdigt die Stiftung die Wissenschaftlerin für ihre herausragende Dissertation „Das Phantasma vom ‚Ende der Kunst‘“.

Die Auszeichnung in der Kategorie Wissenschaftspreis ist mit 10.000 Euro verbunden. Mit dem diesjährigen „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ wurden außerdem in der Kategorie Initiativpreis zwei Projekte prämiert: das „boat people projekt“ aus Göttingen und „Heimatsucher e.V.“ aus Düsseldorf. Die Verleihung der Preise erfolgte Ende April in Hannover. Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert in evangelischer Verantwortung den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik. Sie wurde 1989 von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingerichtet und ist nach dem Bischof Hanns Lilje benannt.

Der „Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung“ war 2015 zum Thema „Die bildende Kraft von Kunst und Kultur“ ausgeschrieben. Seit 2011 wird der Preis zu wechselnden Themen verliehen. Er ist nach Angaben der Stiftung mit 20.000 Euro bundesweit der höchstdotierte Preis im Bereich Kirche, Theologie und Gesellschaft, den kirchliche Stiftungen in Deutschland an Nachwuchswissenschaftler/-innen und Initiativen verleihen.

In ihrer Dissertation „Das Phantasma vom ‚Ende der Kunst‘“ ist Katharina Bahlmann den Behauptungen über ein Ende der Kunst, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder vorgebracht wurden, nachgegangen. Die am Philosophischen Seminar der JGU bei Prof. Dr. Josef Rauscher erstellte Dissertation setzt sich dazu exemplarisch mit der Kunstphilosophie Arthur C. Dantos (1924-2013) auseinander, die sich zwischen der Behauptung eines erreichten Endes der Kunst einerseits und einem Fortbestehen künstlerischer Praxis andererseits bewegt. Bahlmanns Ziel ist dabei, zu einer produktiven Bestimmung des Endes innerhalb einer anhaltenden und nicht stillzustellenden Geschichte der Kunst zu gelangen. Die Arbeit wird demnächst beim Wilhelm Fink Verlag in Paderborn unter dem Titel „Arthur C. Danto und das Phantasma vom ‘Ende der Kunst'” erscheinen.

Quelle: Bettina.Leinauer/Universität-Mainz

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